Chateau de Terrière
Das aus dem 13. Jahrhundert stammende CHATEAU DE LA TERRIERE liegt in Cercié im Herzen der historischen Weinbauregion Beaujolais. Jean Charreton gilt als erster namentlich bekannter Gutsherr. Fünf Jahrhunderte lang befand sich La Terrière im Besitz seiner Nachfahren, die zunächst den Sires de Beaujeu, dann der Bourbon-Familie und schließlich den französischen Königen dienten.
Von den ehemals imposanten und von Wassergräben umgebenen Bauten aus dem 14. und 15. Jahrhundert sind heute ein beeindruckender Portalvorbau mit gräflichen Wappen und Pechnasen sowie ein eleganter Innenhof mit achteckigem Turm und Sprossenfenstern erhalten geblieben.
Franz I., König von Frankreich, beschlagnahmte im Jahr 1523 die Regionen Beaujolais und Dombes von seinem Cousin Charles de Bourbon de Montpensier, da dieser Verrat begangen und sich Karl V. angeschlossen hatte. Sein Kammerherr Charreton de la Terrière fiel dadurch ebenfalls in Ungnade und wurde mit ihm ins Exil geschickt. Erst 1535 erhielt Charreton nach einem Prozess seine Besitztümer zurück.
Im Jahr 1750 ging das Château de la Terrière mitsamt Grundstück und Rebstöcken als Nachlass an die Familie Millières über. Die kinderlosen Schwestern Suzanne und Anne de Millières vermachten 1806 10 Hektar des Weinguts an die Krankenhausstiftung Hospices de Beaujeu, die sich in der Folge zum Aushängeschild der Stiftung entwickelten. Von hier stammt auch der Cru Régnié "La Grange Charreton", der jeweils am zweiten Sonntag im Dezember bei einer öffentlichen Wohltätigkeitsauktion der Hospices de Beaujeu versteigert wird.
Im Jahr 1908 erwarb Jules Durieu du Souzy das Château und seine Weingärten, die von seinen Nachkommen in Familientradition gepflegt und verschönert wurden. Heute ist nur noch das Château selbst Eigentum von Madame De Jarnac. Der Weinbaubetrieb liegt seit 2003 in den Händen der Gesellschaft "Terroirs & Talents".
Durch die Modernisierung der Weinkeller ist es heute möglich, eine schonendere Weinbereitung sowie eine längere Gärung zu gewährleisten. Außerdem wurde der Ausbaukeller im Jahr 2007 mit neuen Fässern unterschiedlicher Größe ausgestattet. Bisher gehörten ausschließlich Parzellen der Appellationen Brouilly und Beaujolais-Villages zum Weingut, in diesem Jahr jedoch wurden zusätzlich 2,7 Hektar der Appellation Moulin-à-Vent erworben.
Brouilly
Die Region Brouilly ist Fundstelle einer großen Anzahl antiker Trinkgefäße. Die Soldaten Cäsars tranken daraus den Wein der von ihnen durchquerten Regionen.Wirkliche Anerkennung genoss der Wein aus Brouilly jedoch erst im 18. Jahrhundert, als er an den Tafeln in ganz Europa serviert wurde.
Im Weinbaugebiet BROUILLY wird als einzige Rebsorte Gamay Noir à Jus Blanc angebaut, die wunderbare Trauben mit dunkler Haut und runder Form hervorbringt.
Geografische Lage
Das Château und seine Weingärten liegen oberhalb des Vallée de l'Ardières gegenüber dem Mont Brouilly, einem berühmten Pilgerziel. Die Rebstöcke gedeihen dort auf Porphyr- und Sandhügeln in reiner Südlage.
Das Château wurde vermutlich auf den Überresten eines alten galloromanischen Landhauses erbaut, was sich aus der Anordnung der Grundmauern ableiten lässt. Schon zur damaligen Zeit handelte es sich dabei wohl um ein Weingut.
Das Durchschnittsalter der Reben des Châteaus beträgt mehr als vierzig Jahre.

