Chateau de Ravatys
Das Château des Ravatys liegt im Herzen des Beaujolais am Fuße des berühmten Mont Brouilly. Im Jahr 1937 vermachte die kinderlose Mathilde Courbe ihren gesamten Besitz dem Institut Pasteur in Paris. Das Château des Ravatys mit seinen 30 Hektar großen Weingärten galt dabei als unveräußerliches Erbe. 1990 begann man, das Château und die Orangerie vollständig zu modernisieren und für den Publikumsverkehr umzubauen. Seither werden hier verschiedenartige Veranstaltungen durchgeführt, unter anderem Seminare in den Salons des Châteaus, Degustationen in den Weinkellern, Galadiners, Konferenzen, Hochzeiten, Ausstellungen und Konzerte in der wunderschönen Orangerie, Sportveranstaltungen im Park usw.
Sämtliche Erlöse aus den Aktivitäten des Château des Ravatys fließen in die Forschungsarbeit des Institut Pasteur im Bereich der öffentlichen Gesundheit.
Die Weingärten des Château des Ravatys umfassen auf dem Gebiet der Appellationen Brouilly und Côte de Brouilly eine Rebfläche von 30 Hektar. Es wird ausschließlich die Rebsorte Gamay Noir à Jus Blanc angebaut, die an den Hängen des Mont Brouilly in optimaler Lage hervorragend gedeiht.
Das Anbaugebiet Brouilly verfügt über magere, saure und wenig fruchtbare Böden aus rosafarbenem Granit und Diorit.
Für ihre besondere Bodenbeschaffenheit ist die Appellation Côte de Brouilly bekannt, die ein bläuliches, hartes Gestein vulkanischen Ursprungs ("Pierre Bleue" - Grünstein und Metadiorit) aufweist. Dieses verleiht dem Wein seine Eleganz, Finesse und Einzigartigkeit.
Die Parzellen beider Appellationen sind hauptsächlich nach Osten und Südosten ausgerichtet. Die Pflanzdichte beträgt 10.000 Rebstöcke pro Hektar, wobei die Reberziehung nach dem Gobelet-System (traditioneller Rebschnitt im Beaujolais) erfolgt. Im Durchschnitt sind die Parzellen 45 bis 50 Jahre alt, pro Hektar werden etwa 50 Hektoliter Wein erzeugt
Beim Rebschutz werden die Grundsätze des naturnahen Weinbaus beachtet (Bestandsaufnahme vor sämtlichen Eingriffen, Anwendung anerkannter landwirtschaftlicher Verfahren usw.).
Die Weinlese erfolgt von Hand. Um die Qualität der Trauben vor der Gärung nicht zu gefährden, werden für den Transport vom Weinberg zur Kellerei mittelgroße Kübel eingesetzt.
Bei der Weinbereitung werden Zementfässer verwendet, die dank ihrer Epoxydharzbeschichtung leicht instandzuhalten sind. Die Gärung erfolgt nach der Methode der Macération Semi-Carbonique, einem im Beaujolais traditionell angewendeten Gärverfahren, bei der die Trauben ganz belassen werden. Beim Pressen wird eine Dichte von ca. 1000 erreicht. Die alkoholische Gärung wird bei einer Temperatur von unter 20°C abgeschlossen.
Einige Weine mit hervorragendem Potential werden auch einem Délestage-Verfahren unterzogen, um die Extraktion zu verbessern.
Die Dauer der Maischegärung variiert je nach Jahrgang und vinifizierten Crus. Bei Jahrgängen mit großem Potential nimmt die Maischegärung in der Regel mehr Zeit in Anspruch. Für die verschiedenen Crus lässt sich die Gärdauer wie folgt zusammenfassen: bei der Appellation Brouilly vor dem Pressen etwa 10 Tage, bei den Weinen der Appellation Côte de Brouilly 12 bis 13 Tage.
Der Ausbau erfolgt in Abhängigkeit vom organoleptischen Potential und vom Verwendungszweck der Weine im Fass oder im Tank. Das erste Abstechen findet zum Ende der malolaktischen Gärung statt und wird bei der Assemblage nochmals wiederholt.

